Biofeedback macht Unbewußtes sicht- und messbar

Was ist Biofeedback?


Biofeedback ist ein wissenschaftliches Verfahren, das unbewusst ablaufende Körperprozesse erfassen und auf dem Bildschirm darstellen kann.

Dieses „Feedback“ eröffnet die Möglichkeit, unseren Gesundheitszustand durch konkrete Lernprozesse aktiv und nachhaltig zu verbessern.

01

Wobei hilft mir Biofeedback?


Negative Gedanken, Emotionen, Anspannungen, Stress usw. haben Einfluss auf das vegetative Nervensystem und verursachen Beschwerden.

Biofeedback trägt als anerkannt wirksames Verfahren der ganzheitlichen Medizin zu einer nachhaltigen Gesundheit von Körper und Geist bei.

Schon nach kurzer Zeit des Lernens wird der Erfolg sichtbar und motiviert zur Fortsetzung des eingeschlagenen Weges.

 

 

Im medizinischen Bereich wird Biofeedback in der Psychosomatik, bei chronischen Schmerzen, in der Psychologie und in der Rehabilitation angewandt.

Biofeedback weist eine inhaltliche Nähe zu verhaltenstherapeutischen und lerntheoretischen Ansätzen auf.

1.1

Chronische Schmerzen

Biofeedback ist sehr effektiv bei vielen Formen chronischer Schmerzen.
Zusammenhänge zwischen körperlichen, emotionalen und gedanklichen Prozessen werden sichtbar und führen zu einem besseren Verständnis der oft komplexen Symptomatik.
Durch individuelles Biofeedbacktraining kann der Schmerz positiv beeinflusst werden.

Beispiele:
Spannungskopfschmerz, Migräne, Bruxismus, CMD, Rückenschmerz,Muskelschmerz, Muskuloskeletale Schmerzen, Morbus Raynaud, Fibromyalgie usw.

1.2

Angststörungen

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Kennzeichen aller Angstsyndrome sind exzessive emotionale Ängste und ein Ungleichgewicht des autonomen Nervensystems.
Im Vordergrund der Biofeedbacktherapie stehen Atemtraining und eine Verbesserung der Herzratenvariabilität.
Ziel ist eine bessere Körperwahrnehmung und die Fähigkeit, die erlernte Entspannung auch in belastenden Situationen beizubehalten.

1.3

Burnout und Stress

Biofeedback wird genutzt, um Burnout vorzubeugen und diesem aktiv entgegenzutreten.

Symptome von Stress, Angst, Depression, Schlafstörung lassen sich durch Biofeedback sehr oft innerhalb weniger Wochen reduzieren. Andererseits wird die Stresstoleranz erhöht und die allgemeine Entspannung gefördert.

Allein das Gefühl, selbst etwas positiv beeinflussen zu können und sich besser unter Kontrolle zu haben, motiviert für weiteres Training.

1.4

Prävention im Beruf

Betriebliche Gesundheitsvorsorge durch Prävention vor und aktive Einflussnahme bei Stress und Burnout.

Erlernen von positiven Techniken für Situationen, wo Aufregung, Angst, Anspannung einem Erfolg im Wege stehen.

Vorteil Biofeedback
Anschauliche und realistische Rückmeldung des konkreten Stress- und Erholungsprofils.

Überprüfung und Darstellung normalerweise nicht wahrgenommener Stressoren.

Gute Trainingsmotivation durch „Aha- Effekt“ und sichtbare Veränderungen.

02

Was wird beim Biofeedback gemessen?


 

 

Moderne Biofeedbackgeräte können mehrere Parameter gleichzeitig messen, was eine differenzierte und ganzheitliche Betrachtungsweise ermöglicht.

2.1

Hautleitwert
(SCL)

Messung der Schweißdrüsenaktivität mittels Fingersensor. Der gemessene Wert steht in engem Zusammenhang mit sympathischer Erregung (z. B. Stress, Angst), da er sehr sensibel auf psychische Einflüsse reagiert. Als Indikator für Stress und Entspannung lässt sich damit das bio-psycho-soziale Modell sehr gut vermitteln.

Anwendung
Diagnostik und Edukation, Entspannungstraining

2.2

Temperatur
(Temp)

Messung der Hauttemperatur mittels Fingersensor. Die Temperatur ist ein guter Indikator für allgemeine Entspannung und durch Entspannungstraining kann die Hand willentlich spürbar erwärmt werden.

Anwendung
Handerwärmungstraining (z. B. M. Raynaud, Migräne), Entspannungstraining

2.3

Muskelspannung
(EMG)

Die Aktivität verschiedener Muskeln kann gemessen und mit EMG-Training positiv beeinflusst werden. Eine erhöhte Muskelspannung wird häufig nicht wahrgenommen, ist aber oft Ursache für chronische Schmerzen. Der mittels EMG-Biofeedback sichtbar gemachte erhöhte Muskeltonus kann durch gezieltes Training gesenkt werden, was sehr oft zu einer Schmerzlinderung führt.
Andererseits kann im Rahmen einer
Rehabilitation ein geschwächter Muskel gezielt trainiert werden.

Anwendung
Chronische Schmerzen (z. B. Spannungskopfschmerz, Rückenschmerz, muskuloskeletale Schmerzen, Fibromyalgie usw.). Steigerung der Selbstwirksamkeit („Ich kann selbst etwas beeinflussen“), Reedukation der Muskulatur.

2.4

Atmung
(RESP)

Messung von Atemfrequenz, Atemtiefe und Atemmuster mittels Infrarotsensor. Atemtraining ist einfach zu erlernen und beeinflusst das vegetative Nervensystems auf positive Weise ganz erheblich.

Anwendung
Angststörungen, Stress, Burnout, Chronische Schmerzen, Kohärenztraining (HRV)

2.5

Herzrate und
Herzratenvariabilität
(HRV)

Spezielle EKG-Analyse mit Erfassung der Herzratenvariabilität, die Hinweise auf den allgemeinen Gesundheitszustand und die Balance des vegetativen Nervensystems gibt.
Atmung, Emotionen und andere Faktoren beeinflussen die Herzrate in unterschiedlicher Weise. Als Trainingsverfahren ist die Synchronisation von Herzfrequenz und Atmung (Kohärenz) sehr effektiv.

Anwendung
Stress, Burnout, chronischer Schmerz, Depressionen, Angst u.a.

03

Wie läuft eine Biofeedbacksitzung ab?


 

Stress wird selten als Ursache für körperliche Beschwerden angesehen. Biofeedback kann objektiv diese Zusammenhänge darstellen und den Weg in ein bio-psycho-soziales Krankheitsverständnis öffnen.

Diagnostik vor Therapie

Biofeedback bietet neben der individuellen Stressdiagnostik mit der Darstellung verschiedener vegetativer Parameter die Möglichkeit zu erfahren, welche Technik den größten Erfolg verspricht.

Kontrollerleben

Wie kaum ein anderes Verfahren kann Biofeedback zeigen, dass man die verlorene Kontrolle über sich selbst wiedererlangen kann und nicht mehr hilflos agieren muss.

Motivation

Schon kleinste vegetative Veränderungen können mit Biofeedback sichtbar gemacht werden und geben Mut, diesen Weg weiter zu verfolgen.

Verlaufskontrolle

Erfolge werden sofort sichtbar und die positive Veränderung kann im Verlauf gut dargestellt und dokumentiert werden.

 

 

Was Biofeedback ist und wie es funktioniert können sie anhand einer kleinen Übung mit dem Biofeedbackgerät selbst erleben und sehen, welchen positiven Einfluss sie selbst auf ihr vegetatives Nervensystem ausüben können.

3.1

Erste Sitzung
(60 Min.)

In der ersten Sitzung sprechen wir über ihre aktuellen Probleme, deren Vorgeschichte, bisherige Behandlungen und darüber, welche
Erwartungen sie an Biofeedback haben.

Darauf aufbauend wird ein persönliches Trainingskonzept entwickelt und die Anzahl der Folgesitzungen vereinbart.

3.2

Folgesitzungen
(4-12x, 30 Min.)

In den Folgesitzungen lernen sie mit ihrem individuellen Trainingskonzept die besprochenen Zielparameter unter Supervision schrittweise zu erreichen und zu festigen.

Diese Veränderungen sind sicht- und spürbar und ermutigen, den eingeschlagenen Weg für eine bessere Gesundheit fortzusetzen.

Kontaktieren Sie uns für ein erstes Beratungsgespräch. Gerne beantworten wir Ihnen all Ihre Fragen.

Dr. med. Klaus-Jörg Münzer

Vita
Nach dem Studium und Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie spezialisierte sich Dr. Münzer auf die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen.

Seit 1992 ist er in eigener Praxis mit überregionalem Einzugsbereich und hohem Patientenzulauf als niedergelassener Arzt tätig.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit beschäftigt sich Dr. Münzer schon seit 1996 mit Biofeedback.

Im Jahr 2004 gründete er das Schmerzzentrum Stade und führte dies bis 2019. In dieser Zeit war er auch
Regionalleiter der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

 

 
2009 belegte Dr. Münzer den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Interdisziplinäre Schmerzmedizin“ an der Medizinischen Universität Wien, den er 2011 erfolgreich abschloss.

Seit 2019 führt er die Praxis für Biofeedback, Coaching und Stressdiagnostik in Harsefeld und ist
als Kursleiter für die Biofeedback-Ausbildung „Biofeedbacktherapeut / Biofeedbacktrainer“ der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin tätig.